Ein neues Jahr für alle und neue Spielzeuge für uns Webentwickler

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Einige Tage vor Weihnachten gab es für die Freunde und Nutzer von Typo3 ein großes Geschenk: Typo3 NEOS, ein Rund erneuertes Typo3. Die WordPress-Community hingegen durfte sich über einige Neuerungen mit WordPress 3.8 freuen.

Mit Typo3 NEOS wurde ein Projekt abgeschlossen, welches seinen Ursprung im Jahre 2006 hat. Das erklärte Ziel dieses Projekts war es, ein vollständig modernisiertes Typo3 abzuliefern. Zu diesem Zweck trennte man sich vom bestehenden Code, und entwickelte nach dem MVC-Konzept, welches wir ebenfalls von Magento kennen, von Grund auf neu. Das hat sicher nicht nur unser Entwickler-Team gefreut!

Zunächst als normales Update von Typo3 geplant, ist es heute ein eigenständiger Produktzweig in der Typo3-Familie und baut auf dem Framework Typo3 Flow auf. Mit wenigen Handgriffen soll man die Typo3 Flow-Erweiterungen unter NEOS nutzen können. Wie gut das funktioniert, wird sich zeigen.

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Mit NEOS ist es nun möglich, die Inhalte direkt auf der Website zu bearbeiten, ohne zwischen Frontend und Backend wechseln zu müssen. Dadurch hat man direkt beim Editieren einen guten Eindruck davon, wie der Besucher die Seite sehen wird. Durch diese Neuerung und eine grundlegende Überarbeitung des Backends hat es Typo3 geschafft, seinen größten Kritikpunkt spürbar zu verbessern. Optisch macht das Backend einen frischen und zeitgemäßen Eindruck.

Ich bin gespannt, wie sich das neue Kind der Typo3 Familie im Wettbewerb schlagen wird. Immerhin ist für alle etwas dabei, egal, ob man nun als Anwender oder Entwickler mit Typo3 NEOS konfrontiert wird.

Schaut man sich die Verteilung der genutzten Content Management Systeme an, so liegt Typo3 aktuell auf Platz 6 mit 1,6% Marktanteil. Hingegen bringt es WordPress auf satte 60,0% und liegt damit deutlich auf Platz 1. Eine beeindruckende Zahl, wie ich finde. Wer sich die Statistik genauer ansehen will, kann dies hier tun.

Auf die Entwicklung der kommenden Monate bin ich gespannt, denn Typo3 NEOS will da punkten, wo WordPress bisher – meiner Meinung nach – seine größte Stärke hat: Einfachheit.

Auch an der WordPress-Front hat sich einiges getan. WordPress hat den Sprung auf die Version 3.8 vollzogen, dabei liegt der letzte größere Schritt mit WordPress 3.7 noch gar nicht so weit zurück. Hier spürt man deutlich die Bemühungen von Automattic (der Firma hinter WordPress) WordPress aktuell und sicher zu halten. Schon jetzt stehen die Termine für die Versionen 3.9 bis 4.1 für 2014 fest. Neben den Verbesserungen bei Performance und Sicherheit gab es wieder einige Neuerungen, die man direkt sieht und spürt.

Die auffälligste Änderung ist das neue Gewand des Backends, welches dem aktuellen Flatdesign-Trend folgt. Dieses ist nun Responsive und kann von jedem modernen Endgerät genutzt werden. Passend dazu kann der Benutzer zwischen verschiedenen Farbschemen für sein Profil wählen. Ein Feature, welches die WordPress Community gewohnt schnell aufgegriffen hat und so gibt es nun eine Vielzahl an Plugins, mit denen man beispielsweise sein eigenes Farb-Schema gestalten oder um weitere ergänzen kann.

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Ein Plugin was mit WordPress 3.8 verfügbar geworden ist, ist der WordPress Frontend-Editor. Wie eben schon bei Typo3 NEOS erwähnt, bietet er dem Webseitenbetreiber die Möglichkeit, Inhalte direkt im Frontend zu bearbeiten. Und wenn man der Gerüchteküche um WordPress glauben darf, wird dieses Plugin in Zukunft sogar zum Standardfunktionsumfang von WordPress gehören. Zurecht, wie ich finde!

Weitere Neuerungen des letzten WordPress-Updates waren ein aufgeräumteres Dashboard – für den einen Segen, für den anderen Fluch. Die Anzahl der Spalten, die vor WordPress 3.8 fest eingestellt war, reagiert nun wie es sich für eine Responsive-Website gehört und nutzt den vorhandenen Platz gut aus. So bietet das WordPress-Dashboard nun 1 bis 4 Spalten Platz für Dashboard-Widgets, je nach größe Browserfensters.

Ebenfalls verbessert wurde die Verwaltung von Themes und Widgets, diese sind nun leichter zu pflegen. Damit hält der Trend, das WordPress-Backend benutzerfreundlicher zu gestalten und vorhandenen Platz besser zu nutzen weiter an.

Was bleibt zu sagen? Beide sind, soweit ich es bis hierhin beurteilen kann, großartige Content Management Systeme. Typo3 NEOS muss noch beweisen was es kann, doch der erste Ausblick gefällt mir schon richtig gut. Im Vergleich ist NEOS viel einfacher als Typo3 CMS und deutlich schwieriger als WordPress. Daher bleibt WordPress für mich vorerst das CMS, welches ich nach wie vor sehr gut finde, gerne nutze und fast jedem Empfehlen kann.

1 Kommentar
    Antworten

    Ich bin von den manuell vornehmbaren Einstellungen im Dashboard von WordPress echt begeistert, so kann man sich endlich – war schon lange eigentlich überfällig – seine Arbeitsumgebung etwas individualisieren. Wir sitzen alle sehr viele Stunden vor diesem „Werkzeug“ und deshalb sollte das Ganze auch optisch ansprechender sein, so dachte ich lange Zeit schon.
    Mir scheint auch der Sprung gelungen zum Flat Design. Jedoch fällt mir bei allen Umstellungen diverser Unternehmen auf, dass sehr viele Inhalte nun auch deutlich mehr Platz einnehmen auf dem Screen. Beispielsweise habe ich bei besagtem WP-Dashboard, in der Übersicht meiner Beiträge bspw. nun sehr schmale Spalten, die Headlines der Beiträge sind dann mehrfach getrennt und kaum lesbar angezeigt.

    Ich arbeite vielfach, ja meistens sogar über den Laptop, wegen meiner vielen dezentralen Arbeitsbereiche und vieler anstehender Reisen zu Kunden. Deshalb beeinträchtigt mich diese Umstellung schon jeden Tag immer wieder aufs Neue. Wenn man das noch umstellen könnte, also zumindest die Headline über den restlichen Angaben zu Keywords, Veröffentlichung, … dann wäre dies für mich sehr hilfreich – und ich denke auch im Sinne der vielen vielen Nutzer mittlerweile, die sich kaum mehr vorstellen könnten, von der WP-Basis weg zu gehen.

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