Twitter: So nervt man seine Follower

Trotz auch im Social Web gültiger Verhaltensregeln und einer allseits bekannten Twitter-Etiquette, verwechselt manch selbstverliebter Twitter-Egozentriker zuweilen die Verbreitung sinnvoller Information mit nervigen Absonderungen, die so manchen Fölgling vertreiben, auch wenn bisweilen verwertbare Tweets zu erwarten sind.

Zu den Top 8 nervigsten Twitter-Unsitten gehören folgende

1. Tweets mit dem Inhalt „Guten Morgen“, „Guten Abend“, „Guten Hunger“ und ähnliches – man stelle sich vor, alle würden morgens, abends und zwischendurch diese sinnentleerten Tweets loslassen…

2. Austausch belanglosester Worthülsen: „Boah, mein PC braucht heute so lange zum hochfahren“ – „Meiner auch“ ; „Ich hol mir jetzt ’nen Kaffee“ – „Ich auch“ etc. – wäre ja nicht schlimm, wenn dieser Buchstaben-Spam wenigstens per DM (Direct Message) ausgetauscht würde, aber nein, da man sich derart wichtig nimmt, wird angenommen, die Follower wären auch für sinnfreie Konversation dankbar.

3. #FFs werden stets aus demselben Pool von Twitter-Kollegen generiert – bei denen es sich fast ausschließlich um Accounts aus dem eigenen selbstgefeierten Dunstkreis handelt – was macht es für einen Sinn, jeden Freitag dieselben Leute zu empfehlen?

4. Übertriebene Selbstbeweihräucherung: „Ich im Interview“, „Ich auf youtube“, „Ich und mein toller Vortrag“, „Ich und meine coole Firma“, „Ich und der Papst“… Eigenlob stinkt auch auf Twitter – irgendwann kann man diesen Werbekanälen dann nur noch den Rücken kehren.

5. Über Twitter zum Geburtstag gratulieren – für manche gibt es offenbar keine schönere und persönlichere Möglichkeit mehr, Glückwünsche auszusprechen als ein schneller Tweet an alle 5000 Fölglinge, auch wenn eigentlich nur einer angesprochen ist. Warum keine DM? Weil alles, was man zu sagen hat, so bedeutend ist, das möchte man den armen Follower-Tröpfen nicht vorenthalten.

6. Jeden Morgen das Eintreffen bei der Arbeit oder im Lieblings-Frühstück-Café über den Äther schicken.

7. Permanent die eigene Firma, die eigenen Produkte/ Dienstleistungen, den eigenen Blog bewerben (siehe auch Punkt 4).

8. Ein ausgeprägter Twitter-Zwang, spätestens alle 5-10 min der Welt etwas mitzuteilen – manche Twitterer schlafen nie… zumindest ihr zeitgesteuerten Tweets nicht…

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