Social Media OWL gastiert im Wasserschloss Ovelgönne

Social-Media-Tag im Wasserschloss Ovelgönne

„Keine Angst vorm Social Web!“ – Das war das Motto der eintägigen Veranstaltung des Netzwerks Social Media OWL e.v. im herrschaftlichen Wasserschloss Ovelgönne bei Bad Oyenhausen.
code-x war durch Marco Ehinger, Gudrun Ponta und den code-x’schen Referenten Thorsten Ising im Ovelgönner Wasserschloss vertreten, das den durchweg niveauvollen Vorträgen zu den Chancen und Risiken des Social Web einen würdigen Rahmen gab.


Gewohnt locker, flockig und frei von der Leber weg moderierte the one and only Stefan Freise den Tag und sorgte zudem für die minutiöse Einhaltung des Zeitplans.

Social-Media-Tag
Social-Media-Tag im Wasserschloss Ovelgönne

Sehr detailliert und umfangreich informierte Frank Michna von d&d die etwa 60 anwesenden interessierten Zuhörer über die Integration von Social Media in die Unternehmenskommunikation, wobei er die berechtigte These aufstellte, dass die Sozialen Netzwerke nicht nur eine Kommunikationsplattform darstellen, sondern zu einem Kulturraum werden bzw. bereits geworden sind.
Ebenfalls gut gemacht war das Referat von Christian Vogt von der Werkstatt für Kundenorientierung, der feststellte, dass noch immer viele Unternehmen in einer verkaufs- bzw. produktorientierten Weltanschauung verharren und die vielfältigen Möglichkeiten des Social Webs, die sich insbesondere aus dem direkten Dialog mit dem Kunden ergeben, nicht nutzen.

Thomas Kilian von Thoxan entkräftete zunächst einige SEO-Mythen wie die angebliche Bedeutung der meta-tags bevor er darauf einging, wie das Social Web auf das Ranking bei Google Einfluss nimmt. Bereits jetzt werden individuelle Suchergebnisse bei Google angezeigt, wenn man bei Google angemeldet ist (übrigens auch, wenn man stets über dieselebe IP und denselben Browser ins Netz geht): Inhalte, die von Freunden markiert, verfasst oder bewertet wurden, verändern schon jetzt die „neutralen“ Ergebnisse bei Google. Dieser Trend wird noch weiter zunehmen, da ist sich nicht nur Thomas Kilian sicher.

Thorsten Ising schloss den 1. Akt der gelungenen Veranstaltung mit einem Abriss über die Messung des Social Media ROI – es wurde klar, dass ohne sinnvolle Messgrößen und Ziele sowie deren gewissenhafte Messung und Analyse keine Aussagen über Erfolg oder Misserfolg von social MEdia getätitgt werden können. Er räumte auch mit der Annahme auf, allein die Zahl an Fans oder Followern wäre eine Messgröße für den Erfolg von Social Media – die kann man sich inzwischen günstig zu hunderten einkaufen – interagierende und interessierte (potenzielle) Kunden hat man dann aber noch lange nicht. Zudem ist bis jetzt auch noch keine monetäre Auswertung von Social Media Aktivitäten auf Knopfdruck möglich, dazu sind die Interaktions- und Wahrnehmungsprozesse im Social Web zu komplex und die Messmethoden zu wenig fortgeschritten.

Social-Media-Tag Bad Oyenhausen

 

Die Bundesvorsitzende des WEISSER RING e.V. und ehemalige Staatsministerin Roswitha Müller-Piepenkötter eröffnete nach einer kurzen Pause den 2. Akt der Veranstaltung mit ihrem Vortrag: „Social Web – Recht so!“ und referierte über die größten rechtlichen Stolpersteine in sozialen Netzwerken. Zentrale Fragen dabei waren: Was darf ich im Social Web veröffentlichen und was nicht? Oder: Wo beginnt die Verletzung des Urheberrechts?

Im Anschluß stellte Kriminalhauptkommissarin Birgit Thinnes das Projekt „Cyber Cops – Prävention durch Peer-to-Peer“ vor. Das im Jahre 2008 im Kreis Minden-Lübbecke gestarte Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche zu Medienberatern auszubilden. Netzwerkpartner sind neben dem Kommissariat zur Vorbeugung unter anderem die Medienwerkstatt Minden-Lübbecke, die Verbraucherzentrale NRW, die Fachstelle Suchtvorbeugung sowie der Deutsche Kinderschutzbund Minden-Bad Oeynhausen. Das Projekt bekämpft die Tatsache, dass viele Lehrer und Eltern noch immer nicht sensibilisiert genug sind, wenn es um die Bereiche Internet und Soziale Netzwerke sowie die damit verbundenen Formen von Kriminalität, wie zum Beispiel Cybermobbing oder Cyberstalking geht.

Interessierte Schüler werden von Experten geschult und können somit als erste Anlaufstelle innerhalb der Schule auftreten, wenn es zu Problemen kommt. Mittlerweile haben sich bereits 13 Schulen im Kreis Minden-Lübbecke dem Projekt angeschlossen. Rund 200 Schülerinnen und Schüler wurden bereits als Medienberater ausgebildet.

Fazit: Ein gutes Event zu verschiedenen Aspekten des Social Web mit gehaltvollen Vorträgen, positiv hervorzuheben ist zudem, dass den Referenten ausreichend Zeit eingeräumt wurde, um Thesen zu entwickeln und komplexe Sachverhalte verständlich darzustellen. Kleiner Wermutstropfen: Das Catering war etwas mager – ein Stück Kuchen und eine Bockwurst reichten nicht jedem, um über den Tag zu kommen. Ansonsten ein gelungener Social Media Tag in herschaftlicher Atmosphäre eines alten Wasserschlosses – das wird es so schnell sicher nicht wieder geben.

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