Die 5 größten Usability–Fehler im Webshop

Quälend lange Ladezeiten, ein Warenkorb-Button an der falschen Stelle oder eine unvollständige Produktinformation – Usability-Fehler gehören zu den Nummer 1 – Umsatzkillern im Webshop.

Wir kennen das selber: Man steckt oft so tief in der Materie, dass einige Ungereimtheiten übersehen werden. Was man dagegen tun kann und was genau die Kunden am Bestellen hindert, erfahren Sie hier

1. Fehlende Produktinformationen

Für den 50sten Geburtstag eines Freundes möchten Sie einen ganz besonders exquisiten Wein erwerben. Sie stoßen auf eine Internetseite mit exquisiten Weinen und auf Preise, die genauso sind. In der Produktbeschreibung wird ein Wein (50€ aufwärts) lediglich als „qualitativ hochwertig“ und „besonders einzigartig im Geschmack“ beschrieben. Auch ein läppisches Foto ist dabei. Würden Sie den Wein bestellen? Eher nicht. So geht es den meisten Usern.

Solange der eigene Shop nicht mit den allergünstigsten Preisen aufwarten kann und eigentlich selbst dann, sollte man sich unbedingt um seine Produktinformationen kümmern.

Behalten Sie immer im Hinterkopf welche Möglichkeiten die Kunden in einem Ladengeschäft haben bevor sie einen Kauf tätigen: Sie können sich das Produkt von allen Seiten anschauen, sich nach Lust und Laune die Verpackungsinformationen durchlesen, das Produkt anfassen und je nachdem auch ausprobieren. Genau diese Infos möchte ein Online-Shopper eben auch. Wenn er sie jedoch nicht findet, ist es ihm ein Leichtes, den Shop auf direktem Wege zu verlassen und den Nächsten zu durchstöbern. Auswahl hat er im Internet genug.

Lösung: Bieten Sie Ihren Kunden so viele Informationen wie möglich: Größe, Material, Gewicht, Farbe, Besonderheiten, echte und ehrliche! Kundenbewertungen, verschiedene Ansichten des Produktes, Produktvideos etc.

2. Unübersichtliche Shop-Navigation

Stellen Sie sich vor, Sie kommen in ein Ladengeschäft mit teurer Markenmode und die Produkte werden Ihnen in Form eines gigantischen Haufens an Kleidungsstücken präsentiert. Ihr Wunschprodukt müssen Sie sich „herauswühlen“.

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Eine vernünftige Navigation & Struktur ist das A und O bei der Konzeption eines Webshops

Genauso ist das mit einer unübersichtlichen Shop-Navigation. Machen Sie es den Usern so einfach wie möglich. Versetzten Sie sich in Ihre Kunden hinein und überlegen Sie sich, wonach sie suchen, wenn sie ein bestimmtes Produkt erwerben möchten.

Nehmen Sie sich Zeit, eine vernünftige Navigation zu entwerfen und pflegen Sie die Produkte passend ein. Nehmen Sie Produktkategorien, die leer sind zeitnah heraus: Es ist frustrierend, wenn User xy nach langer Suche und voller Erwartung auf die Kategorie mit den Lavalampen klickt und diese letztendlich doch leer ist.

PS.: In einer unübersichtlichen Shop-Navigation reißt eine geniale Suchfunktion vieles raus. Funktioniert diese allerdings auch nicht, findet Frau Müller nie zu ihrem geblümten Badezimmer-Wandtattoo.

3. Undurchsichtige Darstellung der Versandkosten

Eine transparente Darstellung der Versandkosten ist nicht nur für Usability-Zwecke und somit auch für Ihren Umsatz von Vorteil, es ist sogar von den entsprechenden Verbraucherschutzvorschriften vorgegeben. Viel zu oft wartet man auch kurz vor dem Abschluss einer Bestellung noch immer auf die Info über die Höhe der Versandkosten. Am Ende ist dies der Grund dafür, warum die Bestellung nicht getätigt wird. Hohe Versandkosten und Kosten für die Rücksendung, die erst am Ende des Bestellvorgangs auftauchen, schrecken den User definitiv ab.

4. Unendlich langer Bestellvorgang und quälend langen Ladezeiten

Wenn sich ein potenzieller Kunde erst durch den Bestellvorgang kämpfen muss, um endlich, endlich das lang ersehnte Produkt kaufen zu dürfen, läuft im Shop etwas schief. Gepaart mit besonders langen Ladezeiten, vergraulen Sie auch den letzten Kunden. Es gibt nämlich (fast) immer einen anderen Shop mit ähnlichen Produkten, die man leichter bestellen kann.

5. Seitenstruktur nicht intuitiv

Über 90 Prozent aller Shops zeigen ihren Warenkorb oben rechts an. Sonderangebote werden durch die Farbe Rot gekennzeichnet. Positionen von Funktionen oder bekannte Farbschemata sind beim User tief verwurzelt. Diese Konventionen zu durchbrechen, weil man innovativ sein möchte, birgt mehr Risiken als Chancen.

Dazu kommt, dass die User oftmals ganz anders denken als man selber – als Shopbetreiber oder Marketingbeauftragter. Interessant wäre an dieser Stelle, zu wissen, wie der potenzielle Kunde über die eigene Website denkt. Was für Hürden sieht er beim Kauf? Warum verlässt er die Seite nach ein paar Minuten? Warum bricht er den Bestellvorgang an einem bestimmten Punkt ab? Eine Möglichkeit wäre es, Menschen aus dem Bekanntenkreis anzusprechen und die Wirkung Ihrer Webseite / Ihres Webshops zu erfragen.

Eine Usability-Analyse gibt es aber auch schon auf professioneller Ebene. Hier werden sogenannte Labor-Usability-Tests mit Personen der jeweiligen Zielgruppe durchgeführt. Diese Tests werden von Experten moderiert und auch in Kombination mit Blickbewegungs-Messungen (Eye-Tracking) durchgeführt. Wenn Sie Interesse an diesem Thema haben, sprechen Sie uns gerne an. Wir beraten Sie diesbezüglich gerne.

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