WooCommerce Kosten – Ein Überblick

WooCommerce ist eine der beliebtesten Lösungen für Onlineshops und das aus gutem Grund. Es ist flexibel, leistungsstark und lässt sich direkt in WordPress integrieren. Viele denken zuerst, WooCommerce ist kostenlos, also kostet mich das nichts. Die Realität sieht etwas anders aus. Während das Grundplugin zwar gratis ist, fallen für Hosting, Themes, Plugins, Sicherheit und rechtliche Absicherung Kosten an und die summieren sich je nach Shopgröße schnell.

In diesem Beitrag zeigen wir dir, welche Kosten wirklich auf dich zukommen, wie du sie clever kalkulierst und mit welchen Spartipps du deinen WooCommerce-Shop effizient aufbaust, ohne dass das Budget explodiert. So weißt du von Anfang an, worauf du achten musst, um erfolgreich und kosteneffizient zu starten.

Was kostet WooCommerce wirklich?

WooCommerce selbst ist kostenlos. Das Plugin ist Open Source und direkt über WordPress verfügbar. Damit bekommst du alle wichtigen Basisfunktionen für deinen Onlineshop: Zahlungsoptionen, Produktverwaltung und alles, was du brauchst, um zu starten.

Aber ganz ohne Kosten geht es natürlich nicht. Einige Grundausgaben gehören einfach dazu:

  • Hosting: Ohne guten Hoster läuft kein Shop. Shared Hosting kostet meist 3–10 € pro Monat, spezialisierte WooCommerce-Hoster starten bei 10–20 € pro Monat, Managed Hosting kann zwischen 20–45 € pro Monat liegen.
    Tipp: Geschwindigkeit, Backups, SSL, dedizierte IP, Support und Skalierbarkeit sind entscheidend. Billiges Hosting spart kurzfristig Geld, kann aber die Performance gefährden und später teuer werden.
  • Domain: Eine eigene Domain macht deinen Shop professionell. Rechne mit 10–20 € pro Jahr.
  • Theme: Kostenlose Themes gibt es viele. Für ein individuelles oder professionelleres Design lohnt sich oft ein Premium-Theme ab ca. 50 € einmalig.

Wichtig: Das sind Richtpreise. Die tatsächlichen Kosten hängen von Plugins, Erweiterungen oder dem Einsatz von Agenturen und Dienstleistern ab. WooCommerce lässt zwar auch komplett selbst einrichten, für jemanden der spezielle Anforderungen hat oder dem technisches Know-how fehlt, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.

Zusätzliche Kosten und Erweiterungen

WooCommerce deckt die Grundlagen eines Online-Shops ab, für einen professionellen und komfortablen Shop reichen diese aber oft nicht aus. Meist sind kostenpflichtige Erweiterungen nötig, um den Shop individuell anzupassen oder zusätzliche Funktionen hinzuzufügen.

In Deutschland sind besonders Sicherheit und Rechtssicherheit wichtig. SSL-Zertifikate sind oft im Hosting enthalten; falls nicht, können bis zu 100 € pro Jahr anfallen. Sicherheits-Plugins und regelmäßige Backups schützen vor Datenverlust und Cyberangriffen, verursachen aber ebenfalls Kosten.

Auch die Größe des Shops beeinflusst die laufenden Ausgaben. Mehr Produkte, höherer Traffic und zusätzliche Funktionen erhöhen die Kosten, während kleine Shops meist günstiger sind. Hinzu kommen Transaktionsgebühren von Zahlungsanbietern wie PayPal, meist 1,9–2,9 % pro Zahlung plus eine fixe Gebühr.

Kosten entstehen außerdem nur dann, wenn rechtliche Anforderungen wie Impressum, DSGVO oder Widerrufsrecht fehlen oder fehlerhaft sind. Abmahnungen können in solchen Fällen zusätzliche Kosten verursachen. Im Vergleich dazu lohnen sich die Ausgaben für Plugins, rechtliche Beratung oder professionelle Tools oft, da sie helfen, das Risiko von Abmahnungen zu minimieren und den Shop rechtlich sicher zu betreiben.

Typische Richtwerte für Zusatzkosten pro Jahr:

  • Updates/Wartung: 50–150 €
  • Rechtliche Absicherung: 100–300 €
  • Sicherheits- & Backup-Plugins: 50–150 €
  • Zahlungsanbieter (Transaktionsgebühren): variabel

Spartipps: So kannst du deine Kosten minimieren

Auch wenn WooCommerce viele Zusatzkosten mit sich bringt, gibt es clevere Möglichkeiten, Ausgaben zu reduzieren – besonders für kleinere Shops oder Betreiber:innen, die vieles selbst erledigen:

  1. Viele Aufgaben selbst übernehmen: Updates, Wartung und Backups lassen sich selbst erledigen – spart 600–2.400 €/Jahr.
  2. Kostenlose oder günstige Plugins nutzen: Prüfe, ob Gratis-Versionen deinen Anforderungen genügen, bevor du Premium-Plugins kaufst.
  3. Rechtliche Services gezielt auswählen: In Deutschland ist Rechtssicherheit wichtig, aber der teuerste Anbieter ist nicht immer nötig.
  4. Marketingbudget clever einsetzen: Newsletter, Social Media oder organisches SEO bieten oft kostenlose Einstiegsmöglichkeiten.
  5. Transaktionsgebühren optimieren: Unterschiedliche Zahlungsanbieter verlangen unterschiedliche Gebühren – wähle passend zu deinem Umsatzmodell.
  6. Themes sorgfältig auswählen: Kostenlose Themes reichen für den Start, Premium lohnt nur bei individuellen Anpassungen.
  7. Hosting clever wählen: Für kleine Shops reicht ein einfaches Paket, bei Wachstum kannst du upgraden.
  8. Planung ist alles: Prioritäten setzen, den Shop Schritt für Schritt erweitern. Nicht alles muss sofort umgesetzt werden.

WooCommerce Kosten richtig kalkulieren

Um die Gesamtkosten realistisch einzuschätzen, kombiniere feste Ausgaben (Hosting, Domain, Theme, Rechtssicherheit) und variable Kosten (Marketing, Zahlungsgebühren, Wartung, Plugins). Mit einer tabellarischen Übersicht nach Shopgröße können Leser: innen schnell erkennen, mit welchen jährlichen Gesamtkosten zu rechnen ist.

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